Manchmal gibt es Meldung, die man mehrmals lesen muss, um sie wirklich zu begreifen. Nicht weil der Inhalt so schwer verständlich wäre, sondern weil man das Geschriebene nicht fassen kann.
Gestern gab es wieder eine solche Meldung, als Blizzard Entertainment Änderungen an den Battle.net-Foren bekannt gab. Zukünftig soll man dort nur noch unter Angabe des echte Vor- und Nachnamens Beiträge verfassen können. Was das in Sachen Datenschutz bedeutet, dürfte jedem klar sein.
Über das Für und Wider dieser Änderung will ich an dieser Stelle nicht großartig schreiben. Hier kann es im Prinzip sowieso nur eine Meinung geben. Viel interessanter ist es, welches Ziel Blizzard mit dieser Neuerung verfolgt.
Klar, man wird es so schaffen, die offiziellen Foren endlich moderierbar und “Trolle” zu verbannen. Es kann allerdings genauso gut sein, dass die Boards durch die erzwungene Angabe des echten Namens von heute auf morgen aussterben. Denn wer will schon zu etwas gezwungen werden, was er anderswo leicht vermeiden kann?
In meinen Augen kann Blizzard daher nur als Ziel haben, die Battle.net-Foren über kurz oder lang auf ein Minimum zu reduzieren und sich somit auf andere Sachen konzentrieren zu können. Die unzähligen Fanseiten dürfte es freuen. Fraglich ist allerdings, inwieweit dies für das Einsammeln von Feedback förderlich ist. Denn Blizzards Community Manager hat man in den Foren der Fanseiten das letzte Mal vor dem Release von World of Warcraft gesehen.